Inhaltsverzeichnis
- Wichtiger Hinweis
- Was sind Treasury Futures?
- ZT, ZF, ZN und ZB: die wichtigsten Treasury-Kontrakte
- Wie hängen Treasury Futures und Zinsen zusammen?
- Treasury Futures sind nicht dasselbe wie Fed-Funds-Futures
- DV01, Duration und Zinsrisiko
- Zinskurve: Steepener und Flattener
- CTD, lieferbarer Korb und physische Lieferung
- Rollover und Kontraktmonate
- Micro Treasury Futures
- Strategien für Treasury Futures
- Häufige Fehler beim Handel mit Treasury Futures
- Broker und Tools für Treasury Futures
- Glossar
- Quellen
- Fazit: Treasury Futures sind präzises Makro- und Zins-Exposure
- FAQ
Kurz gesagtDas sollten Sie über Treasury Futures wissen
- Treasury Futures folgen US-Staatsanleihen. Fällt die Rendite, steigt normalerweise der Futures-Preis.
- ZT, ZF, ZN und ZB decken unterschiedliche Abschnitte der Zinskurve ab, von kurzer Fed-Sensitivität bis zu langer Duration.
- ZN ist der klassische 10-jährige Treasury-Kontrakt, aber kein reiner Trade auf die nächste Fed-Sitzung.
- Physische Lieferung bedeutet, dass Sie CTD, den lieferbaren Korb und die Rollover-Fristen Ihres Brokers verstehen müssen.
- Margin ist kein Risikomaß. Prüfen Sie Tick-Wert, Duration, DV01 und Stopp-Abstand, bevor Sie die Position eröffnen.
Zinsrisiko zuerst, Margin danach
Treasury Futures können auf dem Chart ruhig wirken, aber kleine Zinsänderungen können bei hoher Duration große Ausschläge verursachen. Beginnen Sie deshalb mit Kontrakt, Tick-Wert und DV01, bevor Sie die Margin betrachten.
Wichtiger Hinweis
Best Futures ist weder Anlageberater noch Broker noch Steuerberater. Dieser Artikel ist eine allgemeine Information zu Treasury Futures und Futures-Trading.
Treasury Futures wirken oft ruhiger als Rohöl, Bitcoin oder Erdgas. Das bedeutet nicht, dass das Risiko gering ist. US-Inflationsdaten, Arbeitsmarktdaten, FOMC-Sitzungen, Fiskalpolitik und Treasury-Auktionen können Zinsen und Treasury Futures schnell bewegen.
Bevor Sie Treasury Futures handeln, sollten Sie verstehen:
- welchen Abschnitt der Zinskurve der Kontrakt abbildet
- wie sich Futures-Preise und Zinsen in entgegengesetzte Richtungen bewegen
- Tick-Wert und Kontraktgröße
- was DV01 bedeutet
- ob der Kontrakt physisch lieferbar ist
- wann der Kontrakt gerollt werden muss
- wie viel Sie verlieren, wenn sich die Zinsen gegen Sie bewegen
Was sind Treasury Futures?
Treasury Futures sind standardisierte Futures-Kontrakte auf US-Staatsanleihen und -Schatzwechsel.
Ein Treasury Future ermöglicht es Ihnen, eine Position auf Anleihepreise einzugehen, ohne eine bestimmte Staatsanleihe direkt zu kaufen. Sie gehen long, wenn Sie erwarten, dass die Zinsen fallen und die Anleihepreise steigen. Sie gehen short, wenn Sie erwarten, dass die Zinsen steigen und die Anleihepreise fallen.
Treasury Futures werden unter anderem genutzt für:
| Einsatzbereich | Beispiel |
|---|---|
| Zins-Hedging | Ein Fonds reduziert das Zinsrisiko im Anleiheportfolio |
| Makro-Trading | Ein Trader positioniert sich für niedrigere US-Zinsen |
| Zinskurvenhandel | Long 2-jährige Futures und short 10-jährige Futures |
| Durationssteuerung | Eine Institution erhöht oder senkt ihre Zinssensitivität |
| Relative Value | Handel der Differenz zwischen Cash-Anleihen und Futures |
Treasury Futures sind physisch lieferbar, doch die meisten aktiven Trader schließen oder rollen ihre Position, bevor eine Lieferung relevant wird. Trotzdem ist es der Liefermechanismus, der den Futures-Preis eng an den Markt für tatsächliche Staatsanleihen bindet.
Welche Treasury-Kontrakte gibt es, und was unterscheidet ZT, ZF, ZN und ZB?
| Kontrakt | Ticker | Abschnitt der Zinskurve | Nennwert | Mindest-Tick | Tick-Wert |
|---|---|---|---|---|---|
| 2-Year T-Note Futures | ZT | Kurzes Ende | 200.000 $ | 1/8 von 1/32 | 7,8125 $ |
| 5-Year T-Note Futures | ZF | Kurz/mittel | 100.000 $ | 1/4 von 1/32 | 7,8125 $ |
| 10-Year T-Note Futures | ZN | Mittel | 100.000 $ | 1/2 von 1/32 | 15,625 $ |
| 30-Year T-Bond Futures | ZB | Langes Ende | 100.000 $ | 1/32 | 31,25 $ |
Treasury Futures werden in Punkten und Bruchteilen eines Punkts notiert, mit 100 als Nennwert-Basis. ZT und ZF haben einen kleineren Mindest-Tick als ZN und ZB, während ZB von den vier Hauptkontrakten den höchsten Tick-Wert hat. Die CME gibt an, dass die 2- und 3-jährigen Kontrakte einen Nennwert von 200.000 $ haben, während die übrigen klassischen Treasury-Kontrakte einen Nennwert von 100.000 $ haben.
ZT Futures: 2-jährige Treasury
ZT bildet das kurze Ende der US-Zinskurve ab. Der Kontrakt reagiert oft am stärksten auf Markterwartungen zur Federal Reserve, Inflationsdaten und die Entwicklung der kurzfristigen Zinsen.
ZT eignet sich besonders für Trader mit einer klaren Meinung zu:
- kommenden FOMC-Sitzungen
- wie viele Zinssenkungen oder -erhöhungen der Markt einpreist
- US-Inflationsdaten
- Arbeitsmarktdaten
- kurzfristiger Geldpolitik
ZT ist nicht dasselbe wie Fed-Funds-Futures oder SOFR-Futures, ist aber normalerweise enger an die Erwartungen zum Leitzins gekoppelt als ZN und ZB.
ZF Futures: 5-jährige Treasury
ZF liegt zwischen dem kurzen und dem mittleren Ende der Kurve. Der Kontrakt wird sowohl von Fed-Erwartungen als auch von der Markteinschätzung zu Inflation und Wachstum in den kommenden Jahren beeinflusst.
ZF kann für Trader relevant sein, die weniger Duration als ZN, aber mehr Zinsrisiko als ZT wünschen.
ZN Futures: 10-jährige Treasury
ZN ist unter vielen aktiven Futures-Tradern der bekannteste Treasury-Kontrakt. Er bietet Exposure gegenüber mittelfristigen US-Zinsen und dient häufig als Makro-Referenz neben der 10-jährigen Treasury-Rendite.
Wichtig zu verstehen: ZN liefert keine exakte „10-jährige Anleihe". Der lieferbare Korb besteht aus qualifizierten US-Treasury-Notes mit einer Restlaufzeit von rund 6,5 bis 8 Jahren zu Beginn des Liefermonats.
ZN wird beeinflusst von:
- Inflationserwartungen
- US-Wirtschaftswachstum
- der Federal Reserve
- Treasury-Auktionen
- staatlichem Kreditbedarf
- der Term-Prämie
- internationaler Nachfrage nach US-Staatsanleihen
ZB Futures: 30-jährige Treasury Bond
ZB bietet Exposure gegenüber dem langen Ende der Zinskurve. Der Kontrakt reagiert stärker auf Änderungen der langfristigen Zinsen als ZT, ZF und ZN.
ZB kann relevant sein, wenn der Trader eine Meinung hat zu:
- langfristiger Inflation
- Staatsverschuldung und Kreditbedarf
- der Term-Prämie
- langfristigem Wirtschaftswachstum
- der Nachfrage von Pensionsfonds und Versicherern nach lang laufenden Anleihen
- der Differenz zwischen kurzen und langen Zinsen
Der lieferbare Korb in ZB besteht aus qualifizierten US-Treasury-Bonds mit einer Restlaufzeit von 15 bis 25 Jahren zu Beginn des Liefermonats.
Wie hängen Treasury Futures und Zinsen zusammen?
Die Grundregel ist einfach:
- Zinsen steigen = Treasury Futures fallen
- Zinsen fallen = Treasury Futures steigen
Das liegt daran, dass sich Anleihepreise und Renditen normalerweise in entgegengesetzte Richtungen bewegen.
Bieten neue Anleihen höhere Zinsen, werden ältere Anleihen mit niedrigerem Kupon weniger attraktiv. Die Kurse bestehender Anleihen fallen, und Treasury Futures fallen normalerweise mit ihnen.
Fallen die Zinsen, werden ältere Anleihen mit höherem Kupon attraktiver. Die Anleihen steigen im Wert, und Treasury Futures steigen normalerweise.
Beispiel:
Sie kaufen ZN bei 110'00 und verkaufen bei 110'08.
Die Bewegung von 110'00 auf 110'08 entspricht acht Zweiunddreißigsteln, also 8/32 eines Punkts.
Eine volle Punktbewegung bei ZN entspricht 1.000 $. Daraus ergibt sich folgende Rechnung:
8/32 × 1.000 $ = 250 $ Gewinn pro Kontrakt
Da ZN einen Mindest-Tick von 1/64 hat, entspricht dies 16 Ticks à 15,625 $.
Was ist der Unterschied zwischen Treasury Futures und Fed-Funds-Futures?
Treasury Futures und Fed-Funds-Futures gehören beide zum Zinsmarkt, werden aber für unterschiedliche Zwecke eingesetzt.
| Produkt | Was es abbildet | Am relevantesten für |
|---|---|---|
| ZT | 2-jährige Treasury Notes | Fed-Erwartungen und kurzfristige Zinsen |
| ZF | 5-jährige Treasury Notes | Mittelfristige Zinsen und Inflation |
| ZN | 10-jährige Treasury Notes | Makro, Inflation und Duration |
| ZB | Lang laufende Treasury Bonds | Langfristige Zinsen und Term-Prämie |
| SR3 | 3-Monats-SOFR | Kurzfristige Zinsen und Forward-Kurve |
| ZQ | Fed Funds | Direkte Fed-Erwartungen |
Haben Sie nur eine Meinung zur nächsten FOMC-Sitzung, sind ZQ oder SR3 oft präzisere Instrumente als ZN.
Haben Sie eine Meinung zu 10-jährigen Zinsen, Inflation oder langfristigem Wirtschaftswachstum, ist ZN oft relevanter.
Das bedeutet: Eine erwartete Fed-Zinssenkung führt nicht automatisch dazu, dass ZN steigen muss. Der Markt kann sich gleichzeitig Sorgen über höhere Inflation, größere Emissionen von Staatsanleihen oder eine steigende Term-Prämie machen. Dann können lange Zinsen hoch bleiben, selbst wenn der Leitzins niedriger erwartet wird.
Was ist DV01, und warum ist es wichtig?
Bei Treasury Futures geht es nicht nur um den Tick-Wert. Das wichtigste professionelle Risikomaß ist oft der DV01.
DV01 steht für Dollar Value of One Basis Point. Er zeigt ungefähr, wie stark sich eine Position verändert, wenn sich der Zins um einen Basispunkt bewegt, also 0,01 Prozentpunkte.
Je länger die Duration des Kontrakts, desto größer ist normalerweise die Preisbewegung bei einer Zinsänderung.
| Kontrakt | Typisches Zinsrisiko |
|---|---|
| ZT | Niedrigere Duration und hohe Fed-Sensitivität |
| ZF | Moderate Duration |
| ZN | Höhere Duration und größere Makrosensitivität |
| ZB | Höchstes Zinsrisiko unter den Hauptkontrakten |
Der DV01 ist nicht konstant. Er wird unter anderem von der Cheapest-to-Deliver-Anleihe des Kontrakts, dem Zinsniveau, der Restlaufzeit und der Zusammensetzung des lieferbaren Korbs beeinflusst.
Die CME nutzt DV01 als Grundlage für viele vordefinierte Treasury-Spreads. In einem 2s10s-Spread-Beispiel können zwei ZT-Kontrakte gegen einen ZN-Kontrakt eingesetzt werden, um ein ausgewogeneres Zinsrisiko zu erreichen als bei einer einfachen 1:1-Position.
Zinskurve: Steepener und Flattener
Die Zinskurve zeigt die Differenz zwischen kurzen und langen Zinsen.
Eine der meistbeachteten Kennzahlen ist 2s10s, also die Differenz zwischen der 2-jährigen und der 10-jährigen US-Staatsrendite.
| Strategie | Was der Trader erwartet |
|---|---|
| Steepener | Der Abstand zwischen langen und kurzen Zinsen vergrößert sich |
| Flattener | Der Abstand zwischen langen und kurzen Zinsen verkleinert sich |
| Bull Steepener | Kurze Zinsen fallen schneller als lange Zinsen |
| Bear Steepener | Lange Zinsen steigen schneller als kurze Zinsen |
| Bull Flattener | Lange Zinsen fallen schneller als kurze Zinsen |
| Bear Flattener | Kurze Zinsen steigen schneller als lange Zinsen |
Beispiel: 2s10s-Steepener
Ein DV01-bereinigter Steepener lässt sich aufbauen mit:
- Long ZT
- Short ZN
- einer Kontraktzahl, die so angepasst ist, dass das Zinsrisiko möglichst ausgewogen ist
Diese Position kann Gewinn erzielen, wenn:
- die 2-Jahres-Rendite stärker fällt als die 10-Jahres-Rendite, oder
- die 10-Jahres-Rendite stärker steigt als die 2-Jahres-Rendite
Die CME veranschaulicht ein solches 2s10s-Setup mit zwei ZT-Kontrakten gegen einen ZN-Kontrakt, doch die tatsächlichen Verhältnisse müssen anhand des aktuellen DV01 und der Kontraktbeziehungen beurteilt werden.
Es ist deshalb falsch, long ZB und short ZT als klassischen Bull Steepener zu bezeichnen. Diese Position hätte normalerweise ein entgegengesetztes Exposure zu einer steiler werdenden 2s30s-Kurve.
Was bedeutet Cheapest-to-Deliver bei Treasury Futures?
Treasury Futures sind physisch lieferbare Kontrakte. Bei Verfall kann die Short-Position wählen, welche qualifizierte Treasury-Anleihe innerhalb des lieferbaren Korbs des Kontrakts geliefert wird.
Die vorteilhafteste zu liefernde Anleihe wird bezeichnet als:
CTD – Cheapest to Deliver
CTD ist wichtig, weil Treasury Futures in der Praxis oft der Anleihe folgen, die am kosteneffizientesten zu liefern ist. Welche Anleihe CTD ist, kann sich ändern, wenn sich Zinsen, Repo-Markt, Kupons und relative Anleihepreise verschieben.
Jede qualifizierte Anleihe erhält einen Conversion Factor. Der Faktor berücksichtigt Kupon und Restlaufzeit und dient dazu, Lieferung und Rechnungsbetrag zu standardisieren.
Der Lieferprozess läuft über drei Tage:
- Intention Day
- Notice Day
- Delivery Day
Die Short-Position kontrolliert den Zeitpunkt und welche qualifizierte Anleihe geliefert wird. Das ist ein wichtiger Grund, warum aktive Privatanleger Treasury-Positionen normalerweise vor Beginn der Lieferperiode rollen oder schließen sollten.
Wann muss ich eine Treasury-Futures-Position rollen?
Klassische Treasury Futures werden normalerweise in quartalsweisen Kontraktmonaten gehandelt:
- März
- Juni
- September
- Dezember
Treasury Futures haben nicht identische letzte Handelstage. Die CME gibt unter anderem an, dass 10-jährige Treasury-Note-Futures und Bond-Futures sieben Werktage vor dem letzten Werktag des Kontraktmonats zu handeln aufhören, während 2- und 5-jährige Note-Futures weiter in den Liefermonat hinein gehandelt werden.
In der Praxis sollten Privatanleger:
- das Volumen im aktiven Kontraktmonat verfolgen
- wissen, wann der Broker die Schließung von Positionen verlangt
- rechtzeitig vor der Lieferung rollen
- nicht bis zum letzten Handelstag warten
- verstehen, dass der Preisunterschied zwischen den Kontraktmonaten das Ergebnis beim Rollover beeinflusst
Was sind Micro Treasury Futures?
Für Trader, die eine kleinere Position wünschen, bietet die CME auch Micro Treasury Futures an.
Micro Ultra 10-Year Treasury Futures und Micro Ultra T-Bond Futures sind etwa 1/10 so groß wie die klassischen Benchmark-Kontrakte. Sie werden im Gegensatz zu den klassischen, physisch lieferbaren Treasury Futures finanziell abgerechnet.
Das kann relevant sein für Trader, die:
- neu bei Treasury Futures sind
- einen niedrigeren Tick-Wert wünschen
- Zinskurvenhandel mit geringerem Risiko testen möchten
- keine physische Lieferung abwickeln wollen
- eine präzisere Positionsgröße wünschen
Micro-Kontrakte eliminieren das Marktrisiko nicht, machen es aber leichter, das Exposure an Konto und Stop-Loss anzupassen.
Strategien für Treasury Futures
Richtungshandel bei ZN
Ein Trader, der erwartet, dass die 10-Jahres-Rendite fällt, kann ZN kaufen.
Ein mögliches Long-Setup könnte sein:
- US-Inflationsdaten niedriger als erwartet
- niedrigere Staatsrenditen
- ein schwächerer Dollar
- ZN durchbricht ein wichtiges Widerstandsniveau
- der Kurs hält sich über dem VWAP
- der Markt akzeptiert nach der ersten Reaktion höhere Kurse
Ein Short-Setup kann das Gegenteil sein:
- stärkere Inflation als erwartet
- steigende 10-Jahres-Rendite
- eine schwache Anleiheauktion
- ZN durchbricht eine Unterstützung
- Kurs unter VWAP mit schwachem Retest
Event-getriebenes Trading
Treasury Futures reagieren oft stark auf:
- CPI- und PCE-Inflation
- Non-Farm Payrolls
- FOMC-Entscheidungen
- Fed-Pressekonferenzen
- ISM und PMI
- Treasury-Auktionen
- die US-Haushalts- und Schuldendebatte
Es ist oft besser, die erste Kursreaktion abzuwarten, als im Voraus die genaue Zahl oder die Fed-Kommunikation erraten zu wollen.
Kurvenhandel
Kurvenhandel kann relevant sein, wenn der Trader eine Meinung zum Verhältnis zwischen kurzen und langen Zinsen hat, nicht nur zur allgemeinen Richtung.
Solche Trades sollten mit einer DV01-Anpassung aufgebaut werden. Eine zufällige 1:1-Long/Short-Position kann an einem Ende der Kurve deutlich mehr Zinsrisiko erzeugen als am anderen.
Häufige Fehler beim Handel mit Treasury Futures
- Zu glauben, ZN sei dasselbe wie ein Trade auf die nächste Fed-Zinssitzung.
- Treasury Futures mit SOFR- oder Fed-Funds-Futures zu verwechseln.
- Die Margin als Maß für das maximale Risiko zu nutzen.
- Duration und DV01 zu ignorieren.
- ZB mit derselben Positionsgröße wie ZT zu handeln.
- Einen Steepener oder Flattener ohne DV01-Anpassung aufzubauen.
- Zu glauben, ZN repräsentiere eine bestimmte 10-jährige Staatsanleihe.
- CTD und den lieferbaren Korb zu übersehen.
- Physisch lieferbare Kontrakte zu lange bis in den Verfall zu halten.
- Die Wirkung von US-Treasury-Auktionen zu unterschätzen.
- Anzunehmen, Fed-Senkungen bedeuteten immer fallende lange Zinsen.
- Das USD-Wechselkursrisiko zu vergessen, wenn das Ergebnis in der eigenen Heimatwährung bewertet wird.
Redaktionsempfehlung
Broker und Tools für Treasury Futures

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- ZT, ZF, ZN und ZB
- 2-, 5-, 10- und 30-jährige Treasury-Renditen
- den US-Dollar
- Inflationserwartungen
- S&P-500- und Nasdaq-Futures
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Glossar
| Begriff | Erklärung |
|---|---|
| Treasury Futures | Futures-Kontrakte auf US-Staatsanleihen und -Schatzwechsel. |
| ZT | 2-Year U.S. Treasury Note Futures. |
| ZF | 5-Year U.S. Treasury Note Futures. |
| ZN | 10-Year U.S. Treasury Note Futures. |
| ZB | U.S. Treasury Bond Futures. |
| Yield | Effektivzins bzw. Rendite einer Anleihe. |
| Duration | Empfindlichkeit des Anleihepreises gegenüber Zinsänderungen. |
| DV01 | Dollar-Änderung bei einer Zinsänderung um einen Basispunkt. |
| CTD | Cheapest to Deliver – die günstigste in den Futures-Kontrakt lieferbare Anleihe. |
| Lieferbarer Korb | Die Gruppe von Anleihen, die in den Kontrakt geliefert werden können. |
| Conversion Factor | Faktor zur Standardisierung des Lieferwerts zwischen unterschiedlichen Anleihen. |
| Steepener | Position darauf, dass sich die Differenz zwischen langen und kurzen Zinsen vergrößert. |
| Flattener | Position darauf, dass sich die Differenz zwischen langen und kurzen Zinsen verkleinert. |
| Bull Steepener | Kurzer Zins fällt stärker als langer Zins. |
| Bear Steepener | Langer Zins steigt stärker als kurzer Zins. |
| Rollover | Wechsel von einem auslaufenden Futures-Kontrakt in den nächsten Kontraktmonat. |
Quellen und weiterführende Links
- CME Group: 2-Year U.S. Treasury Note futures
- CME Group: 5-Year U.S. Treasury Note futures
- CME Group: 10-Year U.S. Treasury Note futures
- CME Group: 30-Year U.S. Treasury Bond futures
Fazit: Treasury Futures sind präzises Makro- und Zins-Exposure
Treasury Futures gehören zu den wichtigsten Instrumenten der globalen Finanzmärkte. Sie werden nicht nur von Institutionen genutzt, sondern auch von aktiven Tradern, die Zinsen, Inflation, die Federal Reserve und die US-Zinskurve handeln möchten.
ZT eignet sich am besten für Trader mit einer Meinung zu kurzfristigen Zinsen und der Fed-Politik. ZF und ZN bieten Exposure gegenüber mittelfristigem Zinsrisiko. ZB passt für Trader, die Exposure gegenüber langer Duration, der Term-Prämie und langfristigen Inflationserwartungen suchen.
Für die meisten, die neu bei Treasury Futures sind, ist das Wichtigste, Folgendes zu verstehen:
Futures-Preise und Zinsen bewegen sich normalerweise in entgegengesetzte Richtungen.
ZN ist nicht dasselbe wie Fed-Funds-Futures.
Lang laufende Kontrakte können sich deutlich stärker bewegen als kurz laufende Kontrakte.
Treasury Futures sind physisch lieferbar.
Kurvenhandel muss für DV01 angepasst werden.
Margin ist kein Maß für das maximale Risiko.
Der beste Treasury-Trader beginnt nicht mit der Frage „Steigen oder fallen die Zinsen?". Er oder sie beginnt mit der Frage:
Welcher Abschnitt der Kurve bewegt sich am wahrscheinlichsten – und wie viel Dollar-Risiko kann ich verkraften, wenn die Analyse falsch ist?
Kapitalrisiko: Futures-Trading ist mit einem hohen Risiko verbunden und nicht für jeden geeignet. Verluste können das eingesetzte Kapital übersteigen. Dieser Artikel ist eine allgemeine Information und keine Anlageberatung.
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Häufige Fragen zu Treasury Futures
Kurze Antworten zu ZT, ZF, ZN, ZB, Zinsen, CTD, DV01 und Risiko.
Treasury Futures sind börsengehandelte Futures-Kontrakte auf US-Staatsanleihen und -Schatzwechsel. Sie werden für Hedging, Zinshandel, Zinskurvenhandel und Makro-Exposure eingesetzt.
ZT bildet 2-jährige Treasury Notes ab, ZF 5-jährige Notes, ZN 10-jährige Notes und ZB lang laufende Treasury Bonds. Die Kontrakte unterscheiden sich in Duration, Tick-Wert und Sensitivität gegenüber Zinsänderungen.
Anleihepreise und Renditen bewegen sich normalerweise in entgegengesetzte Richtungen. Steigt die Rendite, fällt der Wert bestehender Anleihen, weshalb auch der Futures-Preis fallen kann.
CTD steht für Cheapest to Deliver. Das ist die Anleihe, die für die Short-Seite am wirtschaftlich vorteilhaftesten in einen physisch lieferbaren Treasury Future zu liefern ist.
DV01 zeigt ungefähr, um wie viele Dollar sich eine Position verändert, wenn sich der Zins um einen Basispunkt bewegt, also 0,01 Prozentpunkte.
Sie erfordern ein Verständnis von Zinsen, Duration, Tick-Wert, Lieferung und Rollover. Neue Trader sollten zunächst im Simulator und gegebenenfalls mit kleineren Kontrakten starten, bevor sie Standardkontrakte live handeln.